Akupunktur

Wir bieten Akupunkturbehandlungen seit vielen Jahren erfolgreich in unserer Praxis an. Das Grundprinzip der Akupunktur basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), deren Ziel die Erhaltung oder Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichts im Menschen ist. Dabei steht nicht nur die Behandlung von bereits bestehenden Erkrankungen, sondern auch die Vorbeugung im Fokus.

Grundlage einer jeden Behandlung ist die umfassende augenärztliche Voruntersuchung mit Befragung und die Diagnosestellung. Die Akupunkturbehandlung erfolgt dann zusätzlich zu einer eventuell erforderlichen schulmedizinischen Therapie oder sie wird vorbeugend eingesetzt.

Akupunktur kann in vielen Fällen ergänzend zu schulmedizinischen Verfahren zum Einsatz kommen, bei denen wir mit klassischen Methoden an unsere Grenzen stoßen.

Bei der Akupunktur werden extrem dünne, sterile Nadeln an präzise definierten Punkten in die Haut eingebracht, um Energieblockaden und Disharmonien in den Meridianen (das sind in der Theorie der TCM die Energieleitbahnen des Körpers) zu beheben. Die Augen selbst werden nicht akupunktiert.

Wir setzen in den meisten Fällen die Ganzkörperakupunktur ein, die wir für wirkungsvoller erachten als die sonst vornehmlich in der Augenheilkunde eingesetzte Ohrakupunktur. Eine Akupunkturbehandlung besteht in der Regel aus einer Serie von acht bis zehn Sitzungen, die jeweils ca. eine halbe Stunde dauern.

  • Allergien, Atopien („Neurodermitis“), Entzündungen
  • Trockenes Auge (Sicca-Syndrom)
  • Kopfschmerzen, Migräne, chronische Schmerzen, Neuralgien
  • Makuladegeneration
  • Grüner Star (Glaukom)
  • Sehnervenschäden
  • Progressive Myopie (Kurzsichtigkeit) bei Kindern und Jugendlichen

Augeninnendruckmessung

Der Augeninnendruck wird durch die Produktion und den Abfluss des Kammerwassers im Augeninneren bestimmt. Ein gewisser minimaler Augendruck ist nötig, damit das Auge seine runde Form behält und seine optischen Eigenschaften erfüllen kann. Ein zu hoher Druck gefährdet hingegen die sensiblen Strukturen des Auges durch direkte Schädigung oder durch eine Beeinträchtigung der Augendurchblutung.

Augeninnendruckmessungen werden durchgeführt bei

      • Voruntersuchung vor Augenoperationen
      • Nachuntersuchungen nach Augenoperationen
      • Verdacht auf einen erhöhten Augeninnendruck
      • Grünem Star (Glaukom)
      • Vorsorgeuntersuchung zum Ausschluss eines→ Grünen Stars (Glaukoms)

Für die Messung des Augeninnendrucks stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

Bei dieser Methode wird nach Eingabe von fluoreszierenden und die Oberfläche betäubenden Augentropfen Augentropfen mit einem kleinen Messkörper die Hornhautoberfläche leicht eingedrückt und definiert abgeplattet (applaniert). Dabei wird die dafür nötige Kraft gemessen und unter Annahme von bekannten Parametern in den Augeninnendruckwert umgerechnet. Der so bestimmte Wert ist abhängig von individuellen Faktoren, vor allem der Hornhautdicke, die deshalb auch bestimmt werden sollte → Pachymetrie. Bis auf ein leichtes, kurzes Brennen der Augentropfen ist die applanatorische Augendruckmessung schmerzfrei für den Patienten.

Vorteil der Messung des Augeninnendrucks mit dem Non-Contact-Tonometer ist, dass die Hornhaut nicht berührt wird. Die Hornhaut wird dabei durch einen kurzen, sanften Luftstoß abgeflacht und die dadurch auftretende Verformung der Hornhaut durch das Gerät gemessen. Der dabei ermittelte Augeninnendruck ist, wie bei der Goldmann-Tonometrie, abhängig von der Hornhautdicke. Diese kann im gleichen Gerät direkt mitbestimmt werden und so die ermittelten Werte sofort korrigiert werden. → Pachymetrie . Das führt zu einer erhöhten Sicherheit und Präzision der Messung.

Da kein direkter Kontakt zur Hornhaut stattfindet, kann auf eine Oberflächenanästhesie verzichtet werden. Dadurch werden mögliche Risiken für Verletzungen der Hornhaut oder Infektionen minimiert.

Autorefraktometer

Der Autorefraktometer wird zur Ermittlung der Brechkraft des Auges verwendet. Das Prinzip der Refraktometrie beruht auf der Beobachtung einer auf die Netzhaut des Patienten projizierten Abbildung. Die Bestimmung der Brechkraft geschieht mit hochmodernen Geräten, ist berührungslos und schmerzfrei und die eigentliche Messung benötigt weniger als eine Sekunde pro Auge.

Die Autorefraktion ist Grundlage für die Sehschärfenbestimmung. Man unterscheidet die subjektive und die objektive Refraktion. Die subjektive Refraktion ist von der Mitarbeit des Patienten abhängig, daher ist ihre Durchführung bei Kleinkindern und unkooperativen Patienten häufig erschwert oder unmöglich.

Die objektive Refraktion und die Sehschärfe sind wichtige Grundlage für alle weitergehenden Untersuchungen und werden regelmäßig bei allen Patienten durchgeführt.

Botox-Therapie

Lid- und Augenbehandlung. Zertifizierte medizinische und kosmetische Botulinum-A-Injektionen (Botox-Therapie)

Wir bieten zertifizierte Botulinum-A-Injektionen an sowohl im medizinischen Bereich, z. B. zur Therapie bei Lid- oder Gesichtskrampf (Spasmus hemifacialis, Blepharospasmus) als auch im kosmetisch Bereich, bei Zornesfalten und Krähenfüßen an. Wir beraten Sie gerne.

In den 1970er-Jahren wurde Botulinumtoxin nur für die Behandlung des Schielens eingesetzt, später hat es sich bei der Therapie von Lidkrämpfen (essenzieller Blepharospasmus und Spasmus facialis) sehr bewährt. Für zahlreiche seltenere Indikationen im Bereich der Augen hat sich zudem Botulinumtoxin als wertvoll erwiesen.

Zunehmend wird Botulinumtoxin im Augenbereich auch aus kosmetischen Gründen zur Glättung von Hautfalten verwendet. In den letzten Jahren haben sich die Einsatzmöglichkeiten des Medikaments im Augenbereich – wie auch in der gesamten Medizin – deutlich erweitert.

Brillenanpassung

Wir führen eine umfängliche Brillenanpassung durch. Die Brillenanpassung bei Kindern erfolgt  für gewöhnlich bis zum 10. Lebensjahr nach Cycloplegie ( = Erweiterung der Pupille zur Hemmung der Akkommodation = Einstellbewegung von Pupille & Augenlinse). Bei der Vermessung einer Brille beim Erwachsenen unterstützen uns unsere qualifizierter Optiker nach Kräften. Wir passen Fern-, Nah und Gleitsichtbrillen an, sowie PC- und Arbeitsplatzbrillen. 

Letztere werden häufig durch den Arbeitgeber bezuschusst.

Diabetesvorsorge

Das Risiko zu erblinden ist für Diabetiker 25-mal größer als für gesunde Menschen. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) bedroht die Sehfähigkeit, indem sie Schäden an der Netzhaut hervorrufen, die über viele Jahre unbemerkt bleiben können. Nutzen Sie unsere Vorsorge.

Der Berufsverband der Augenärzte (BVA), die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge (AGDA) und die Initiativgruppe Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) raten zu jährlichen Augenuntersuchungen. Es existieren moderne, vielversprechende Medikamenten-Therapien für diabetische Augenerkrankungen, die die Sehkraft länger erhalten können. Wichtig ist, dass eine Therapie eingeleitet wird, bevor ein größerer Schaden entstanden ist.

Diabetes betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch und gerade bei jungen Patienten können die Folgen gravierend sein, da sich die Veränderungen schon früher bemerkbar machen: 95 Prozent der Menschen, die unter jugendlichem Diabetes (Diabetes Typ I) leiden, zeigen nach 20 Jahren Netzhautschäden. Beim sogenannten Altersdiabetes (Diabetes Typ II) sind es immerhin 60 Prozent. Diabetische Augenveränderungen sind in Deutschland die häufigste Erblindungsursache für Erwachsene zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr.

Wir sind erfahren in der Diagnostik und Behandlung diabetesbedingter Augenerkrankungen.

Durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen wie der Augenhintergrunduntersuchung (Funduskopie) mit der Spaltlampe oder einem indirekten Augenspiegel können erste Anzeichen einer Retinopathie früh erkannt werden. In vielen Fällen kann auch auf eine Pupillenerweiterung verzichtet werden, wenn für die Augenuntersuchung eine hochauflösende digitale Funduskamera verwendet wird, die kleinste Veränderungen bis in die weite Peripherie darstellen kann. Sind schon in der Vergangenheit diabetesbedingte Veränderungen an den Augen aufgetreten, so sollten die Untersuchungen halb- oder vierteljährlich durchgeführt werden. Spätestens jetzt ist eine ein berührungs- und schmerzfreie Untersuchung mit dem → OCT dringend zu empfehlen.

Farbsinnprüfung

Die Farbsinnprüfung beinhaltet Diagnose und Beurteilung der Falschwahrnehmung von Farben. Häufig wird die Störung von den betroffenen Patienten nicht selbst bemerkt. Es handelt sich in den meisten Fällen um angeborene Rot-Grün-Schwächen, die normalerweise x-chromosomal rezessiv vererbt werden und daher bei Männern viel häufiger auftreten als bei Frauen. Für einige Berufe (z.B. Berufskraftfahrer, Piloten, Maler, Elektriker) oder im Freizeitbereich (z.B. Sportbootführerschein, einige Sportarten) ist die korrekte Farbwahrnehmung unerlässlich. Daher ist die Farbsinnprüfung als Eignungstest für solche Tätigkeiten wichtig und teilweise vorgeschrieben.

Die Farbsinnprüfung erfolgt entweder mit Farbtafeln (z.B. Ishihara, Velhagen) oder mittels eines speziellen Gerätes, dem Anomaloskop.

Gesichtsfeldmessung

Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man ohne Augenbewegung optisch wahrnehmen kann.

Die Gesichtsfeldmessung, auch Perimetrie genannt, ist ein diagnostisches Verfahren zur Bestimmung oder Überprüfung des Gesichtsfeldes. Anhand der Gesichtsfelduntersuchung können Ursachen für Sehstörungen festgestellt werden, die sich unter Umständen nicht durch Verringerung der Sehschärfe bemerkbar machen.

Eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ist häufig für den Patienten zunächst nicht wahrnehmbar. Ist es stärker eingeschränkt, werden Dinge übersehen. Teilweise bewegen sich die Betroffenen unsicher oder stolpern häufiger. Ein gutes Gesichtsfeld ist für eine korrekte Sehfunktion zusammen mit der Sehschärfe von größter Bedeutung.

      • Grüner Star (Glaukom)
      • Netzhauterkrankungen
      • Neurologische Erkrankungen
      • Auch altersbedingt wird das Gesichtsfeld zunehmend kleiner
      • Vorübergehende Ausfälle können bei Stress, Müdigkeit und Migräneanfällen auftreten

Die einfachste Form der Gesichtsfeldmessung ist die Fingerperimetrie

Hierbei steht der Patient dem Untersucher gegenüber und richtet seinen Blick auf dessen Gesicht aus. Der Untersucher breitet seine Arme aus und bringt diese in verschiedene Positionen. Dann bewegt er seine Finger und der Patient muss angeben, in welchem Bereich er diese Bewegung wahrnehmen kann.

Der Amslertest

Der Patient blickt auf ein Gitternetz und achtet darauf, ob er an den Linien Lücken oder Verzerrungen wahrnimmt.

Die statische Perimetrie

Diese Methode wird am häufigsten angewandt: Der Patient sitzt vor dem Perimeter und richtet seinen Blick auf einen mittig platzierten Fixierpunkt aus. Es erscheinen dann computergesteuerte Lichtpunkte in unterschiedlichen Bereichen der Halbkugel, die in Ihrer Größe und Helligkeit variieren. Der Patient reagiert mit Drücken eines Handtasters, sobald er einen Punkt wahrnimmt. Bei dieser Untersuchung ist die konzentrierte Mitarbeit des Patienten besonders wichtig.

Die dynamische Perimetrie

Sie ähnelt im Ablauf der statischen Perimetrie, wird jedoch mit beweglichen Lichtpunkten durchgeführt. Diese Form der Gesichtsfeldmessung ist vor allem bei gutachterlichen Fragestellungen wichtig.

Grüner Star / Glaukom Vorsorge

Weltweit zählt der grüne Star, medizinisch als Glaukom bezeichnet, zu den häufigsten Ursachen einer Erblindung. Das Glaukom bezeichnet keine einheitliche Erkrankung, sondern umfasst eine Gruppe von Augenerkrankungen, die eines gemeinsam haben: Die Fasern des Sehnervs nehmen ab. Da der Prozess sehr langsam und schleichend geschehen kann, bemerken Betroffene häufig erst dann etwas, wenn schon 80 bis 90 Prozent ihrer Nervenfasern unwiederbringlich verloren sind. Besonders tragisch daran: rechtzeitig erkannt ist ein Glaukom in den meisten Fällen gut zu behandeln.

Vorsorgeuntersuchungen auf grünen Star sind regelmäßig ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll.

Viele Formen des Glaukoms gehen mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einher. Daher kann eine Augendruckmessung, abgesichert durch die Messung der Hornhautdicke, erste Hinweise auf das Vorliegen einer Erkrankung geben. Für die Diagnostik ist jedoch immer auch die Untersuchung des Sehnervenkopfes, der sog. Papille, am Augenhintergrund unerlässlich.

Eine noch zuverlässigere und ergänzende Diagnostik stellt die Untersuchung mit dem → OCT dar, da hier schon wesentlich früher Schäden am Sehnerv festgestellt werden können.

Gutachten

Wer den Führerschein machen möchte, muss einen Sehtest absolvieren. Wenn der Bewerber hierbei die Mindestanforderungen des normalen Sehtests nicht erfüllt, muss er ein Gutachten durch den Augenarzt anfertigen lassen. Insbesondere Berufskraftfahrer müssen sich für die Fahrerlaubnis bestimmter LKW-Klassen oder für die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung dieser erweiterten Untersuchung unterziehen. Sowohl zur Erteilung als auch zur Verlängerung des Führerscheins. Ebenso ist für die Beurteilung der Flugtauglichkeit und den Sportbootführerscheins ein augenärztliches Gutachten Voraussetzung.

Alle hierfür notwendigen Techniken stehen in unserer Praxis zur Verfügung.

Ivom Therapie

In Kooperation mit AUGENPRAXIS KERNEN: Die Injektion von Medikamenten in den Glaskörper des Auges, die sogenannte Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) ist eine moderne, nahezu schmerzfreie Therapie bei Netzhaut-, Makula- und Glaskörpererkrankungen. Mit dieser Methode behandeln wir Erkrankungen der Netzhaut wie feuchte Makuladegenerationen, diabetische Makulaödeme oder die Folgen von Venenverschlüssen (Thrombosen) am Auge.
Die Injektion von Medikamenten in das Auge darf nur von einem Augenarzt durchgeführt werden. Die Therapie erfolgt ambulant, muss aber, um Infektionen zu vermeiden, unter sterilen Bedingungen geschehen. Sie sollte nur von erfahrenen Behandlern durchgeführt werden. Vor der Injektion wird der das Auge umgebende Bereich desinfiziert, um zu verhindern, dass Krankheitserreger von der Hautoberfläche ins Augeninnere gelangen können. Selbstverständlich wird das Auge betäubt, damit die Behandlung nicht unangenehm ist.

Vor der Einführung der Therapie mit Medikamenteninjektionen war die feuchte altersbedingte Makuladegeneration für zirka die Hälfte aller Erblindungen in Deutschland verantwortlich. Moderne Medikamente, die in den Glaskörper eingebracht werden, haben die Aussichten der Betroffenen erheblich verbessert: Sogenannte VEGF-Hemmer stoppen durch die Blockade des Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) das Gefäßwachstum (Angiogenese). Bei ungefähr 75 Prozent der Patienten mit später altersbedingter Makuladegeneration wird so die fortschreitende Sehverschlechterung aufgehalten, und bei zirka der Hälfte der Patienten verbessert sich sogar die Sehqualität. Vernarbte und zerstörte Netzhautareale sind jedoch auch mit dieser Methode nicht wieder herzustellen.

Es stehen zur Zeit folgende Wirkstoffe für die Anti-VEGF-Therapie zur Verfügung:

  • Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab)
  • Avastin® (Wirkstoff Bevacizumab)
  • Eylea® (Wirkstoff Aflibercept)
  • Macugen® (Wirkstoff Pegaptanib)

Es ist auch möglich, ein winzig kleines Implantat ins Auge einzusetzen, das seinen Wirkstoff über einen längeren Zeitraum ins Auge abgibt. Dadurch kann die Zahl an Medikamenteninjektionen deutlich reduziert werden, was vor allem chronisch kranken Patienten die Behandlung sehr erleichtert. Als Implantate stehen Kortikosteroide (Ozurdex®, Iluvien® oder Kenalog®) zur Verfügung.

Kinderaugenheilkunde und Sehschule

In unserer Praxis behandeln und untersuchen wir Kinder aller Altersstufen.
Dabei kooperieren wir eng mit unserer Orthoptistin, die in der Behandlung von Schielen und kindlichen Sehfehlern ausgebildet ist.

In unserer Sehschule werden verschiedene Sehstörungen behandelt:

Angeborene Schielerkrankungen (Strabismus) und Sehschwächen (Amblyopie) bei Kindern und bei Erwachsenen. Die Behandlung erfolgt unter anderem durch die Anpassung von geeigneten Brillen, die Durchführung von Okklusions-Therapien (mit Abklebepflastern), gezielten Trainingsformen bei Störungen der Augenkoordination und die Untersuchungen vor und nach Schieloperationen.

Erworbene Schielerkrankungen infolge von neurologischen oder internistischen Krankheiten sowie nach Unfällen und Traumata

Kontaktlinsen

In unserem an die Praxis angegliederten Kontaktlinseninstitut können wir individuell auf Ihre Seh-Bedürfnisse eingehen. Wir verfügen über eine vollumfängliche Ausstattung an Messgeräten. In mehreren Schritten ermitteln wir alle relevanten Werte, stellen ein Mess-/Probelinse zur Verfügung und überprüfen den Linsensitz biomikroskopisch und mittels einer Photodokumentation. Bei uns erhalten Sie Kontaktlinsen für Fern-,Weit- und Altersweitsicht, sowie bei Keratokonus und nach Hornhautchirurgie und Hornhauttransplantation. Weiter übernehmen wir die Pflege, Nachsorge  und Kontrolle, ohne dass Sie ein Abonnement für Pflegemittel, etc. abschließen müssen.

Laserzentrum

In Kooperation mit AUGENPRAXIS KERNEN. Mit unserer Spezialisierung auf Lasereingriffe verfügen wir über eine hohe Kompetenz und erzielen beste Resultate. In unserer Praxis verfügen wir über fortschrittlichste Lasertechnologie. Wir führen unterschiedlichste Eingriffe an allen Augenabschnitten durch.

Unsere Leistungsschwerpunkte

Die Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT) ist eine hochwirksame und sehr sanfte Laserbehandlung, die mit extrem kurzen Laserimpulsen arbeitet. Der Laser wirkt auf das Pigment im Kammerwinkel ein. Die mit der SLT behandelten Zellen werden durch körpereigene Heilungsprozesse natürlich abgebaut und das umgebende Gewebe geschont. Durch den Abtransport des Pigments wird die Abflussstruktur des Auges gereinigt. Der Abflusswiderstand sinkt und damit auch der Augeninnendruck. In 75 bis 80 Prozent der mit SLT behandelten Fälle kann der Augeninnendruck gesenkt werden.
Die SLT wird in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Die Laser-Vitreolyse ist ein nicht-invasives Verfahren zur Behandlung von Glaskörpertrübungen, die auch Floater oder Mouches volantes genannt werden. Mit einem modernen Niedrigenergie Nd:YAG-Laser können in vielen Fällen störende Trübungen beseitigt werden, bei denen bisher nur eine operative Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) geholfen hätte. Diese Therapie wird ambulant durchgeführt, sie ist nichtinvasiv, annähernd schmerzfrei und erheblich weniger riskant als eine Vitrektomie.

Wir setzen für die Behandlung von Glaskörpertrübungen einen speziellen Nd:YAG-Laser der Firma Ellex ein. Da dieser Laser nur mit minimaler Energie arbeitet, kommt es weder zu einer schädlichen Wärmeentwicklung noch zu einer Druckerhöhung im Auge. Vor allem im Vergleich zur Vitrektomie, der ansonsten einzigen Alternative, birgt die Lasertherapie erheblich weniger Risiken und Nebenwirkungen.

Einschränkungen für diese Therapieform gibt es bei Patienten unter 45 Jahren, die meist sehr kleine Floater haben, die sich sehr nahe an der Netzhaut befinden. Diese können nicht mit dem YAG-Laser behandelt werden, da die Gefahr einer Netzhautschädigung zu groß wäre. Auch sehr dicht an der Augenlinse liegende Trübungen sind nicht ideal für diese Behandlung. Wenn aber einzelne Trübungen im Innern des Glaskörpers schweben, kann diese Behandlung eine gute Chance bieten, diese oft sehr störenden Floater zu beseitigen oder zu reduzieren.

Innerhalb der ersten Monate oder Jahre nach einer Operation des grauen Stars kann es zu einer erneuten Sehverschlechterung kommen. Dieser sogenannte Nachstar entsteht durch eine Eintrübung, meist eine Fibrose des hinteren Anteils des Kapselsacks, in den die Kunstlinse bei der Operation des Grauen Stars eingesetzt worden ist. Mit dem YAG-Laser wird die hintere Linsenkapsel durchtrennt, so dass wieder eine klare Sicht möglich wird. Der Nachstar kann danach nicht wieder auftreten. Die Behandlung ist absolut schmerzfrei, ohne Blutungsrisiko und muss normalerweise nur einmal pro Auge durchgeführt werden.
Die Behandlung wird in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Bei einer sogenannten Engwinkelsituation kann durch eine sehr flache Vorderkammer das Risiko für einen akuten Glaukomanfall bestehen. Dabei steigt der Augeninnendruck sehr schnell auf sehr hohe Werte was einen absoluten augenärztlichen Notfall darstellt. Vorbeugend kann mit dem YAG-Laser eine kleine Öffnung in der Iris geschaffen werden und damit das Druckanstiegsrisiko deutlich reduziert werden. Enge Kammerwinkel finden sich gehäuft bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) und, bedingt durch die zunehmende Linsenquellung, im Alter.
Die Behandlung wird in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Bei bestimmten Veränderungen im Bereich der zentralen Netzhaut sind die bisherigen Behandlungsmethoden oft unbefriedigend und wenig effektiv. Mit dem Mikropuls-Laser steht uns nun ein neues Verfahren zu Verfügung, dass erfolgversprechend ist und weniger Nebenwirkung erwarten lässt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Laserbehandlung, bei der die Energieeinbringung in die Netzhaut mit Hitzeentwicklung und Narbenentstehung verbunden ist, erzeugt die MPL keine Verbrennungen. Möglich ist dies indem der Dauerstrich-Laserstrahl in eine Folge von ultrakurzen, wiederholten Pulsen mit niedriger Energie unterteilt wird, zwischen denen jeweils eine kurze Ruhephase liegt. Durch diesen Mikropuls-Ansatz kann sich die Netzhaut zwischen den Laserpulsen abkühlen. Die MPL reduziert Risiken und ist mit weniger Schmerzen und Beschwerden als die herkömmliche Laserbehandlung verbunden; sie kann nach Bedarf wiederholt werden.
Da es sich um ein relativ neues Verfahren handelt, ist immer eine sorgsame Abwägung und gewissenhafte Einzelfallentscheidung nötig, ob diese Behandlung sinnvoll ist. Grundsätzlich kommt die MPL bei Makuladegenerationen, Netzhautschwellungen nach Gefäßverschlüssen und bei Chorioretinopathia Centralis Serosa in Frage.

Die Laserkoagulation wird angewendet, um kleine Löcher oder Risse in der Netzhaut zu behandeln, indem die Netzhaut mit dem Untergrund „verschweißt“ wird. Damit kann einer Netzhautablösung vorgebeugt werden. Sie wird auch eingesetzt, um bei feuchter Makuladegeneration (AMD) und diabetischer Retinopathie die Gefäße zu veröden, aus denen Flüssigkeit austritt. Außerdem ist sie eine Option bei der Behandlung des Makulaödems.
Die Behandlung wird in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Makuladegeneration (AMD) Vorsorge

Die „Makula“ (Macula lutea, gelber Fleck) ist ein kleiner, aber für die Sehfunktion entscheidender Bereich der Netzhaut des Auges. Sie ist damit für unsere Lebensqualität von großer Bedeutung. Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung bei älteren Menschen. In Industrienationen ist sie die häufigste Erblindungsursache.

Nutzen Sie die vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) empfohlene jährliche AMD-Vorsorgeuntersuchungen ab dem 60. Lebensjahr: Je früher die Makuladegeneration erkannt wird, desto höher sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung.

Man unterscheidet zwei Formen der AMD:

Etwa 75% der betroffenen Patienten erkranken an der so genannten trockenen AMD. Der Krankheitsverlauf ist in der Regel sehr langsam. Im Laufe der Jahre kommt es zu einer zunehmenden Sehstörung in der Netzhautmitte.

Etwa 15 % der Patienten entwickeln eine feuchte AMD. Hier wird das Sehvermögen geschädigt, indem neue abnorme Blutgefäße in der Netzhaut wachsen, aus denen Flüssigkeit austritt. Der Verlauf der Erkrankung ist in der Regel erheblich schneller als bei der trockenen AMD.

Eine Vorsorgeuntersuchung beinhaltet neben der Spiegelung des Augenhintergrunds und der Makula eine Laser Scanning Ophthalmoskopie Ihrer Netzhaut, mit der kleinste Veränderungen im Bereich der Makula dargestellt werden können. Veränderungen der tiefen Netzhautschichten und Flüssigkeit lassen sich jedoch nur mit einer optischen Kohärenz-Tomographie → OCT der Makula eindeutig feststellen.

Nyktometrie

Mit einem Nachtmessgerät, dem sogenannten Nyktometer, kann das Dämmerungssehen und die Blendempfindlichkeit gemessen werden. Bei geringer Beleuchtung (Dämmerungs- und Nachtsehen) sind im menschlichen Auge die Stäbchen der Netzhaut mit ihrer hohen Lichtempfindlichkeit für das Sehen verantwortlich.

Vor allem durch starke, plötzliche Lichteinwirkung kann sich die Kontrastwahrnehmung deutlich reduzieren, man ist geblendet. Gutes Dämmerungs- und Nachtsehen bei geringer Blendempfindlichkeit sind für verschiedenste Umstände des täglichen Lebens unter geringen Beleuchtungsbedingungen jedoch wünschenswert. Von besonderer Bedeutung ist dies im Straßenverkehr. Für die Messung der Sehschärfe und der Kontrastempfindlichkeit unter geringen Beleuchtungsbedingungen und der Blendempfindlichkeit gibt es standardisierte Untersuchungsbedingungen, die einen Vergleich mit Normwerten ermöglichen. Man kann somit bestimmen, ob das Dämmerungssehen und die Blendempfindlichkeit im Normbereich bzw. im als sicher definierten Bereich liegen.

  • Für bestimmte Erlaubnisse, Genehmigungen, Zulassungen etc. ist per Gesetz oder durch Vorschriften festgelegt, welche Werte in diesem standardisierten Test erreicht werden müssen.
  • Wer sich in Dämmerung oder Dunkelheit unsicher fühlt, kann mit dieser Untersuchung feststellen, ob eine objektive Beeinträchtigung oder eine normale Sinnesleistung vorliegt.

Bei der Ozontherapie werden mit einer Sauerstoffbehandlung die Bluteigenschaften verbessert. Dazu wird ein Ozon-Sauerstoffgemisch verwendet. Bei Ozon handelt es sich um eine besonders energiereiche Form von Sauerstoff, welche im Gegensatz zu normalem Sauerstoff nicht aus zwei, sondern aus drei Sauerstoffatomen besteht. Zur Herstellung des Ozons wird Sauerstoff in einem speziellen Gerät ultraviolett bestrahlt.

Ozon wirkt toxisch auf Bakterien und Viren, kann diese abtöten oder in ihrer Aktivität hemmen. Zusätzlich verbessert die Behandlung mit Ozon die Fähigkeiten der roten Blutkörperchen, wodurch diese Sauerstoff leichter freisetzen können. Diese erhöhte Sauerstoffabgabe bewirkt, dass Sauerstoff leichter vom Gewebe aufgenommen wird. Auch die Flexibilität und Verformbarkeit der roten Blutkörperchen wird verbessert, der Sauerstofftransport optimiert. Durch Anregung der weißen Blutkörperchen wird zusätzlich die körpereigene Abwehr gestärkt. Wir wenden bei uns die „Große Eigenblutbehandlung“ an. Dabei werden dem Patienten ca. 50-100 ml Blut aus der Armvene direkt in eine sterile Einwegflasche entnommen. Dieses Blut wird dann mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und direkt anschließend als Infusion zurückgegeben. Die Behandlung dauert ca. 15 bis 20 Minuten und muss in der Regel mehrmals wiederholt werden.

Wir wenden die Ozontherapie unterstützend vor allem bei Makuladegenerationen, Durchblutungsstörungen oder Allergien an. Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die Akutbehandlung bei Erkrankungen mit Viren der Herpesgruppe, die auch am Auge relativ häufig vorkommen und dort heftige Entzündungen auslösen können: Herpes simplex und Herpes Zoster („Gesichtsrose“)

Pachymetrie

Die Messung der Hornhautdicke. Die Pachymetrie wird in unserer Praxis mit einem optischen Verfahren durchgeführt. Die Messung der Hornhautdicke erfolgt dabei berührungslos und schmerzfrei und ist auf 1/1000mm genau. Nebenwirkungen oder Risiken durch die Messung bestehen nicht.

Häufig wird die Pachymetrie im Rahmen der → Vorsorgeuntersuchung auf Grünen Star mit der → Augeninnendruckmessung kombiniert.

2005 wurde die Pachymetrie in die Leitlinien der European Glaucoma Society aufgenommen. Sie ist damit europäischer Standard in Behandlung und Vorsorge des Grünen Stars.

Spectralis OCT

OCT steht für „Optical Coherence Tomography“ (Optische Kohärenztomographie). Kein anderes Gerät in der Augenheilkunde hat in den letzten Jahrzehnten die Diagnostik so sehr revolutioniert wie das OCT. Wir verwenden mit dem Spectralis OCT der Firma Heidelberg Engineering,  das unseres Erachtens derzeit beste Gerät.

Die Untersuchung erfolgt berührungslos, ist schmerzfrei und ungefährlich und dauert nur wenige Minuten. Eine Pupillenerweiterung ist in der Regel nicht erforderlich.

Bei der OCT werden mithilfe eines schwachen Laserlichts hochauflösende Schnittbilder des Augenhintergrundes erstellt. Da verschiedene Strukturen der Netzhaut und Aderhaut dieses Licht unterschiedlich reflektieren, können diese Reflexionen gemessen und von einem Computersystem in detailreiche Bilder umgewandelt werden. Dadurch ergibt sich ein genauer Einblick in feinste Strukturen und Veränderungen der Netzhautschichten. Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme) in der Makula und zentralen Netzhaut können hierdurch hoch präzise gemessen werden. Die OCT-Untersuchung ist besonders geeignet für die Diagnostik von verschiedenen Krankheiten wie zum Beispiel altersabhängiger Makuladegeneration (AMD), anderer Makulaerkrankungen oder diabetischer Retinopathie sowie für die Verlaufskontrolle derer Behandlungen (z.B. nach IVOM).

Weiterhin setzen wir das Gerät zur Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Veränderungen im Bereich des Sehnervenkopfes ein. Es ermöglicht hier die hochauflösende Vermessung der Nervenfaserschichten. Die Verlaufskontrolle bei Grünem Star (Glaukom) ist damit noch präziser geworden. Auch bei unklaren Sehverschlechterungen stellt das OCT eine unverzichtbare Ergänzung des diagnostischen Spektrums dar.

Tränenfilmanalyse

Die Tränenfilmanalyse dient der Beurteilung, inwieweit die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört ist, und ob er seine Funktionen an der Oberfläche des Auges erfüllen kann.

Dabei wird, berührungslos und schmerzfrei, die Verteilung und die Benetzungsfähigkeit des Tränenfilms bestimmt.

Die Analyse liefert uns wesentliche Informationen für die Diagnose und Behandlung des Trockenen Auges (Keratokonjunktivitis Sicca).

Das Trockene Auge ist eine Krankheit, das trotz seiner meist harmlosen Natur einen hohen Leidensdruck bei den betroffenen Patienten hervorrufen kann. Die Behandlung kann langwierig sein und umfasst viele kleine Schritte. Basistherapie ist die Anwendung benetzender Augentropfen, die entsprechend Ihres Tränenfilms ausgewählt werden, sowie die Sicherstellung ausreichender Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken. Dazu gehören aber auch allgemeine Maßnahmen, wie das Vermeiden von trockener Luft (Klimaanlagen) und Zugluft (Belüftungen) und das Einlegen von Pausen bei Tätigkeiten die eine Trockenheit begünstigen (z.B. Bildschirmarbeit).

Bei hartnäckigen Formen des Trockenen Auges haben wir sehr gute Erfahrungen mit → Akupunktur gemacht, die in vielen Fällen Linderung verspricht.